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75 Jahre Grundgesetz

Die Rolle der Frauen

Das Grundgesetz trat am 23. Mai 1949 in Kraft. Seit 75 Jahren bildet es unsere Verfassung und regelt das Zusammenleben unserer Gesellschaft. Vier Frauen gestalteten es maßgeblich mit.

Das Datum markiert die Gründung der Demokratie im Westen Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Parlamentarische Rat, ein Gremium aus 61 Männern und vier Frauen, erarbeitete von September 1948 bis Juni 1949 das Grundgesetz.

Die Förde-vhs möchte zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes auf die vier Frauen hinweisen, die eine tragende Rolle bei seiner Entstehung hatten. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen darin verankert wurde.

Darüber hinaus geht die Förde-vhs der Frage nach, wie sich Frauen in den vergangenen Jahrzehnten in allen Bereichen der Politik durchsetzen konnten und ob es heute für Frauen leichter ist, Politik zu machen.

Veranstaltungen

Ausstellung:

Die Mütter des Grundgesetzes

29. April bis 11. Juli 2024
Förde-vhs – Gustav-Radbruch-Haus
Altbau (EG und 1. OG)
Muhliusstraße 29/31, 24103 Kiel

Die Ausstellung würdigt die Verdienste der vier weiblichen Mitglieder des Parlamentarischen Rates bei der Entstehung des Grundgesetzes und schildert deren Wirken in den ersten Jahren der Bundesrepublik.

Es waren die Juristinnen Frieda Nadig, Elisabeth Selbert, Helene Weber und Helene Wessel.

Die Schau wird durch Kurzporträts von Frauen ergänzt, die in Kiel in der Kommunalpolitik Herausragendes geleistet haben.

Die Ausstellung wurde vom Helene-Weber-Kolleg entwickelt und durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Für die ergänzenden Kieler Porträts danken wir dem Referat für Gleichstellung der Landeshauptstadt Kiel.

Dokumentarfilm:

Die Unbeugsamen

Do, 23. Mai, 2024, 18 Uhr
Die Pumpe
Haßstraße 22, 24103 Kiel
Eintritte: 7 Euro / 6 Euro

Tickets an der Abendkasse oder unter www.diepumpe.de

Der Film porträtiert Politikerinnen der Bonner Republik und schildert ihren Kampf um Gleichberechtigung, Akzeptanz und Einfluss.

Die Pionierinnen gingen ehrgeizig, beharrlich, geduldig, manchmal wütend ihren Weg. Sie trotzten Vorurteilen und Diskriminierung.

Zu Wort kommen unter anderem Aenne Brauksiepe (CDU), Hildegard Hamm-Brücher (FDP), Waltraud Schoppe (Die Grünen), Petra Kelly (Die Grünen), Herta Däubler-Gmelin (SPD), Christa Nickels (Die Grünen), Ingrid Matthäus-Maier (FDP/SPD), Renate Schmidt (SPD) und Rita Süssmut (CDU).

Rita Süssmut ist durch ihr Ehrenamt als langjährige Präsidentin des Deutschen Volkshochschul-Verbandes (DVV) den Volkshochschulen eng verbunden.

Regie: Torsten Körner, 2021, 100 Minuten

In Kooperation mit „Die Pumpe“

Vortrag und Diskussion:

Politik von und für Frauen: Was hat sich verändert – hat sich was verändert?

Di, 28. Mai 2024, 19 Uhr
Förde-vhs – Gustav-Radbruch-Haus,
Raum C.131
Eintritt frei

Bitte anmelden:
online oder unter
Kursnummer 24F11086

Einführungsvortrag:
Die Kieler Bildungspolitikerin Toni Jensen
Referentin: Felicia Engelhard, Historisches Seminar der CAU Kiel

Toni Jensen setzte sich seit 1919 in der Kieler Stadtvertretung und ab 1921 im Preußischen Landtag in Berlin als SPD-Abgeordnete für die Stärkung der Volksbildung ein.

Chancengleichheit durch Bildung für Mädchen und Jungen, Frauen und Männer und alle sozialen Schichten lagen ihr am Herzen. So wurde sie auch zur Förderin der Volkshochschul-Idee.

In der NS-Zeit aus allen Ämtern entfernt erwarb sie sich als Leiterin des Kieler Kulturamtes beim Wiederaufbau des Bildungswesens und der Kultureinrichtungen nach 1945 große Verdienste. Im Ruhestand blieb sie ehrenamtlich in der Kommunalpolitik aktiv.

Diskussionsrunde:

Im Anschluss laden wir zu einer Diskussion mit Kieler Kommunalpolitikerinnen über ihre Arbeit heute ein. Zu Gast sind:

  • Janine Blöhdorn (Die Grünen),
  • Claudia Büsgen (CDU),
  • Christina Musculus-Stahnke (FDP) und
  • Dr. Christina Schubert (SPD).

Foto oben: E. Zacherl / Adobe Stock
Foto Ausstellung: Förde-vhs | Friedrich Magnussen / Stadtarchiv Kiel
Fotos Politik von und für Frauen: Friedrich Magnussen / Stadtarchiv Kiel